JU Gelsenkirchen fordert klare Verantwortung und bessere Kommunikation nach Sparkassenraub in Buer
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Gelsenkirchen nimmt die jüngste Berichterstattung der WAZ Gelsenkirchen zum Anlass, um klar Stellung zu beziehen: Die Gedanken der JU Gelsenkirchen sind bei den über 2500 Geschädigten des Bankeinbruchs in der Sparkassenfiliale in Buer. Sie brauchen jetzt vor allem eines: eine schnelle, transparente und lückenlose Aufklärung durch die Ermittlungsbehörden sowie durch die Sparkasse selbst.
„Für uns steht fest: Die Opfer dürfen in dieser Situation nicht allein gelassen werden. Sie haben Anspruch auf Klarheit, Ehrlichkeit und Unterstützung“, erklärt der JU-Kreisvorsitzende Hobie Fischbach. „Dazu gehört eine zügige Aufklärung der Geschehnisse ebenso wie eine offene Kommunikation über Verantwortlichkeiten und Konsequenzen.“
Kritisch sieht die Junge Union insbesondere die bisherige Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse. Der Umgang mit der Öffentlichkeit seit dem Raub sei unzureichend und habe zusätzliches Misstrauen geschürt. Das jüngste Interview des Vorstands in der WAZ habe inhaltlich kaum neue Erkenntnisse geschweige denn einen Mehrwert geliefert. „Den Inhalt dieses Interviews hätte man dem Wortlaut nach auch am Tag des Raubes oder einen Tag später veröffentlichen können. So inhaltsleer war es“, so Fischbach weiter.
Aus Sicht der JU Gelsenkirchen sind sowohl der Vorstand als auch der Verwaltungsrat der Sparkasse gefordert, deutlich klarer Stellung zu beziehen. „Die Posten an der Spitze der Sparkasse sind mit sehr hohen Summen dotiert. Das geschieht nicht ohne Grund, sondern um der enormen Verantwortung gerecht zu werden, die diese Ämter mit sich bringen. Dieser Verantwortung sind Vorstand und Verwaltungsrat bislang nicht ausreichend gerecht geworden“, kritisiert Fischbach.
Zugleich verurteilt die Junge Union das Verhalten der AfD scharf. Der Versuch, die Sorgen und Nöte der Geschädigten für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren, sei respektlos und inakzeptabel. „Wer jetzt versucht, aus dem Leid der Betroffenen politisches Kapital zu schlagen, handelt verantwortungslos. Die Menschen brauchen Lösungen und Aufklärung, keine populistischen Inszenierungen“, so der JU-Kreisvorsitzende.
Abschließend betont die Junge Union Gelsenkirchen: „Unser Fokus liegt klar auf den Opfern, auf einer schnellen und vollständigen Aufklärung und auf einem grundlegenden Umdenken in der Kommunikations- und Verantwortungskultur der Sparkasse. Nur so kann verloren gegangenes Vertrauen wiederhergestellt werden. Der Ball liegt bei den Ermittlungsbehörden und wir alle tun gut daran dies auch zu respektieren und zu warten. Das mag an der ein oder anderen Stelle, vor allem für die Betroffenen weh tun, ist aber zwingend notwendig.“