Zukunft beginnt mit Bildung

Der Start in unsere Themenreihe

Jetzt ist der Moment, die richtigen Weichen zu stellen und die Chancen konsequent zu nutzen – für echte Fortschritte und die Zukunft unserer Kinder

Der Arbeitskreis-Leiter für Schule & Bildung der JU NRW, Jan Wiertz, war zu Gast und hat mit uns diskutiert:

Bildung entscheidet sich nicht irgendwann – sie beginnt ganz am Anfang. Genau deshalb müssen wir in Gelsenkirchen den Blick stärker auf die Grundlagen richten: auf die sogenannten ABC-Klassen und den kommenden Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz. Denn hier wird gelegt, was später über Bildungserfolg, Integration und echte Chancengerechtigkeit entscheidet. Gerade in einer Stadt wie Gelsenkirchen, in der viele Kinder nicht mit den gleichen Startbedingungen aufwachsen, darf uns kein Kind verloren gehen.

Die ABC-Klassen sind ein entscheidender Baustein, um Kinder frühzeitig zu fördern – vor allem beim Lesen, Schreiben und in der Sprachentwicklung. Wer hier sauber arbeitet, verhindert Probleme, die später nur noch schwer aufzuholen sind. Gleichzeitig kommt ab 2026 der Rechtsanspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule. Das ist eine große Chance für Familien – aber auch eine enorme Herausforderung für unsere Stadt. Es reicht nicht, den Anspruch gesetzlich zu haben. Wir müssen ihn vor Ort auch wirklich erfüllen können.

Und genau hier liegt die zentrale Aufgabe für Gelsenkirchen: Wir brauchen mehr Plätze, mehr Personal und vor allem eine bessere Verzahnung zwischen Schule und OGS. Es kann nicht sein, dass Eltern einen Anspruch haben, aber keinen Platz bekommen – oder dass Qualität unter Zeitdruck leidet. Gute Bildung bedeutet auch gute Betreuung am Nachmittag: mit Zeit für Hausaufgaben, Förderung und soziale Entwicklung.

Unser Anspruch muss klar sein: Jedes Kind in Gelsenkirchen soll die gleichen Chancen bekommen – von Anfang an. Dafür müssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen, statt Probleme in die Zukunft zu verschieben. Bildungspolitik entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern im Klassenzimmer und im Alltag unserer Familien. Genau da müssen wir ansetzen.